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HoffnungstrÄger fÜr eine individuelle SchilddrÜsenpflegeSensibler Schilddrüsenratgeber aus ganzheitlicher Sicht Rezension zu:
Therapien von Schilddrüsenerkrankungen sind in den letzten Jahren mehr in den Blick der Öffentlichkeit gerückt, aber aus der Sicht vieler Patienten fehlten dabei bisher zwei wichtige Aspekte: erstens die Einbeziehung auch ganzheitlicher, alternativer Vorbeuge- und Heilmethoden in ihre Behandlung, und zweitens die Ursachendefinition für viele der erst in den letzten Jahren neu entstandenen Schilddrüsenerkrankungen. Der gerade im Herbig-Verlag erschienene Schilddrüsenratgeber "Die Schilddrüse. Balance für Körper und Seele" des erfahrenen Bamberger Internisten und Homöopathen Dr. Berndt Rieger wird diesen bisher weniger beachteten Gesichtspunkten in vollem Umfang gerecht. Seitdem durch die Hochjodierung fast sämtlicher Lebens- und Futtermittel in Deutschland die jodinduzierten Erkrankungen regelrecht boomen, und den Betroffenen für ihre Schilddrüsenerkrankung meist nur die weniger beliebten, weil nebenwirkungsreicheren Behandlungsmethoden wie Operation, Radiojodtherapie und Hormontherapie angeboten werden, fragen nämlich immer mehr Patienten nach sanfteren, individuellen alternativen Behandlungs- und Heilmethoden, ohne dass diesen Nachfragen bis jetzt entsprochen werden konnte. Zudem besteht das Kardinalproblem der gegenwärtigen Schilddrüsentherapien zum Leidwesen der Patienten oft darin, dass der Auslöser ihrer Schilddrüsenerkrankungen, das den meisten Lebens- und Futtermitteln künstlich und in unbekannten Mengen zugesetzte Jod, nicht in dem für diese Problematik angemessenen Schweregrad erkannt und deshalb auch nicht für eine langfristig wirksame Schilddrüsentherapie als kontraindiziert ausgeschlossen wird. Als Sprecherin der ersten Selbsthilfegruppe von Jodgeschädigten erfahre ich seit 1995 unmittelbar, wie groß die Verzweiflung derjenigen Menschen ist, deren Schilddrüse oft erst auf Grund jodierter Lebensmittel aus der Balance und in eine - gerade auch mit schulmedizinischen Methoden - sehr schwer, oft leider kaum therapierbare Fehlfunktion bzw. Erkrankung geraten ist, und wie mühsam es für sie ist, die quälenden, oft auch unbekannten Krankheitssymptome ihren behandelnden Ärzten begreiflich zu machen. Dr. Rieger kommt in seinem Gesundheitsratgeber diesem stetig wachsenden Bedürfnis nach der Kenntnis aller, auch ganzheitlicher Schilddrüsentherapien sowie einer sensiblen Beschreibung der sehr vielfältigen Schilddrüsensymptome auf höchst differenzierte Weise entgegen. Dieses Schilddrüsenbuch ist der Hoffnungsträger für uns , auf den wir so lange gewartet haben, und der meiner Meinung nach in der Lage ist, viele Schilddrüsenpatienten zurück in einen besser therapierbaren Erkrankungsverlauf zu begleiten und langfristig sogar in einer relevanten Anzahl von Fällen dazu führen dürfte, dass Schilddrüsenerkrankungen auch wieder besser heilbar werden können. Und ich hoffe von ganzem Herzen, daß er in naher Zukunft zu einem vorsichtigeren, weil ausschließlich individuellen Einsatz von Jodsalz und jodierten Produkten führen wird! Wir, die wird erst durch künstlich jodierte Lebensmittel krank geworden sind brauchen, um überhaupt erfolgreich behandelt zu werden, Mediziner wie Dr. Rieger, die dieses zusätzliche Jod als die Ursache für unsere Erkrankung erkennen und dies auch klar zum Ausdruck bringen: "Von Jod-Befürwortern weitgehend ausgeblendet wird auch die Tatsache, dass dieses Element"( gemeint ist Jod, Anm. d. Rez.) "eine relativ aggressive Substanz ist. Es kann dosisabhängig lebende Gebilde wie Bakterien und Pilze töten und wird auch vom Menschen nur in ganz kleinen Mengen vertragen. Dieser Gefahr ungeachtet verzichtet die Wissenschaft in den meisten Studien über Nahrungsmittelergänzung darauf, mögliche Überdosierungsphänomene oder Schädigungen durch Jod überhaupt zu beachten, ..." (a.a.O., S. 49) Die offiziell genannten hohen Jod-Bedarfszahlen lassen deshalb Fachleute schnell erkennen, "welch gefährliches Spiel hier mit einem Element getrieben wird, das aufgrund seiner chemischen Instabilität - es kann in Verbindung mit manchen im Haushalt vorhandenen Substanzen explosive Mischungen eingehen - nicht zu Unrecht als Gefahrenstoff deklariert ist." (ebd. S. 50) Dieses Schilddrüsenbuch ist aber ebenso der Hoffnungsträger für alle diejenigen, die Jod zur Erhaltung bzw. möglichen Rückgewinnung ihrer Gesundheit brauchen. Dr. Rieger beschreibt "das Dilemma: Wer zu wenig Jod zu sich nimmt, lebt nicht so gesund und vital, wie er könnte. Wer aber zuviel Jod abbekommt, vergiftet sich und lädt die Gefahr auf sich, Schilddrüsenkrankheiten so zu verschlechtern, dass zuletzt nur mehr Operation oder Bestrahlung oder lebenslange Medikamenteneinnahme helfen können. ... Durch die in Deutschland betriebene Jodsalzkampagne und den erhöhten Jodgehalt industriell hergestellter Nahrungsmittel, vor allem mit Fleisch oder Milch als Inhaltstoffen, kann es leicht zu einem Überschreiten dieser Mengen kommen. Wie viel Jod der einzelne Bürger abkriegt, weiß dadurch längst keiner mehr, und das ist ganz schön gefährlich. ... Menschen mit einer bereits überaktiven Schilddrüse werden dadurch im Alltag unablässig mit Jod konfrontiert, ein Missstand, der von der Gesundheitspolitik zum Wohle des Bevölkerungsteils, der an Jodmangelerscheinungen leidet, bewusst in Kauf genommen wird - eine moralische und rechtliche Schieflage, denn in Einzelfällen kann es bei bereits Schilddrüsenkranken zu dramatischen und sogar lebensbedrohlichen Zwischenfällen kommen." (ebd. S. 51ff.) Dr. Rieger leitet in seinem Ratgeber behutsam zu dem schonenden Umgang an, der "einem unserer wertvollsten Organe" angemessen ist. Denn die "differenzierte hormonelle Tätigkeit" unserer Schilddrüse verhilft uns dazu, "die Menschen zu werden, die wir eigentlich sind." (a.a.O., S. 12) Er beschreibt "das Wesen der Schilddrüse" in ihren gegensätzlichen Facetten: der aufbauenden wie zerstörenden Wirkung der Schilddrüsenhormone, was sich im sogenannten "Unterfunktions"- oder "Überfunktionstyp" ausprägt. (S. 35ff.) Das "Schilddrüsenquiz" (S. 37ff) hilft dabei selber festzustellen, zu welchem der beschriebenen Schilddrüsentypen man gehört. Die knifflige Frage nach derjenigen Menge Jod, die gesund ist, wird sorgfältig beleuchtet und mit Hilfe von Jod-Tabellen von Lebensmitteln, Getränken, "Tipps zum richtigen Einkaufen" und jodhaltigen Medikamenten eingegrenzt. Die Möglichkeiten und Grenzen der Naturheilkunde, von Schüßler Salzen und Homöopathie bei den verschiedenen Schilddrüsenerkrankungen wie Morbus Basedow, Morbus Hashimoto, Autonomen Adenomen, Kropf und Schilddrüsenkrebs werden von dem kompetenten Mediziner ebenso beschrieben wie die bekannten schulmedizinische Therapien. Hervorheben möchte ich in diesem Zusammenhang eine von Dr. Rieger erwähnte, vielfach jedoch noch unbekannte Nebenwirkung der Hormontherapie, derzufolge nach Überdosierung von Schilddrüsenhormonen in der Fachliteratur Fälle von epileptischen Krampfanfällen dokumentiert sind (a.a.O., S. 131). Eine "Kleine Enzyklopädie der Schilddrüse" (S. 151ff.) und "Nützliche Adressen" (S. 176f.) beschließen diesen einmaligen Wegweiser, der sowohl zu einer ganzheitlichen Schilddrüsentherapie als auch zu einer individuellen Schilddrüsenpflege führt.
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